

Es gibt auch eine ausführlichere Fassung meines Lebenslaufes:
Persönlicher Lebenslauf
Geboren wurde ich am 10.06.1966 bei Fethiye, einer Kleinstadt an der türkischen Westküste.
1973 kam ich mit meinen Eltern und meinem ein Jahr jüngeren Bruder nach Berlin. Während meine Eltern als Berliner Grundschullehrer tätig waren, besuchte ich die Nehring-Grundschule im Klausenerplatz Kiez und das Gottfried-Keller-Gymnasium am Mierendorffplatz. 1985 bestand ich mein Abitur.
Parallel zu einem Studium der Betriebswirtschaft an der TU Berlin machte ich mich mit einem Reisebüro selbständig und beendete 1995 eine berufsbegleitende Ausbildung als Touristikfachwirtin. Später arbeitete ich als Reisebüroleiterin.
Seit 2001 bin ich Mitglied der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin.
Ich bin seit 1993 mit dem Rechtsanwalt Claus Radziwill verheiratet, den ich über die SPD kennen lernte.
Politischer Lebenslauf
Hinein geboren wurde ich in eine sozialdemokratische Großfamilie. Mein Großvater war in der türkischen Provinz Mugla Gründungsmitglied der sozialdemokratischen Partei CHP. Ein Onkel war bis zum Militärputsch 1980 Abgeordneter der CHP in der Nationalversammlung. Meine Eltern waren schon in der Türkei aktive Sozialdemokraten; andere Verwandte waren und sind es bis heute.
Die gesellschaftlichen Verwerfungen in der Türkei der siebziger Jahre waren einer der Gründe dafür, dass meine Eltern mit uns Kindern 1973 nach Berlin zogen. Beide waren dort bis zu ihrer Verrentung als Grundschullehrer tätig, mein Vater an der Nehring-Grundschule im Klausenerplatz-Kiez, meine Mutter lange Zeit in Kreuzberg an der Nürtingen-Grundschule, später an der deutsch-türkischen Europa-Grundschule „Aziz-Nesin“.
1977 gründeten sie mit Freunden den Verein TSD – Türkische Sozialdemokraten in Berlin e.V. In dessen Vereinslokal in der Nehringstraße wuchs ich praktisch auf und wurde politisch sozialisiert.
Ich engagierte mich dort zuerst für Jugendpolitik und später für Frauenpolitik. Parallel begann ich mich in der Schule politisch zu betätigen. Ich war in verschiedenen Gremien der Schülervertretung tätig, auch als Klassen- und Schulsprecherin und engagierte mich bei friedenspolitischen Schüleraktivitäten, unter anderem bei Vorbereitungen von Anti-Pershing-Demonstrationen.
1994 trat ich in die SPD ein und engagierte mich dort in der Folge „an der Basis“ im Kiez und im Kreis, sowie im Landesverband.
Bei den vorgezogenen Neuwahlen im Juni 2001 gewann ich erstmals als Wahlkreiskandidatin den Wahlkreis 3 Berlin-Charlottenburg/Wilmersdorf. Es handelt sich um einen Wahlkreis, der die Berliner soziokulturellen Strukturen und Verwerfungen im Kleinen widerspiegelt. Er reicht von einem Teil mit hoher Migrantenquote, aber auch lebhafter Künstlerszene, in der Gegend um das Schloss Charlottenburg (Klausenerplatz-Kiez) bis hin zu großbürgerlichen Altbauwohnungen um den Berliner Lietzensee und den westlichen Ku`damm.
Ich war in meiner ersten Legislaturperiode sozialpolitische Sprecherin der Fraktion und Vorsitzende des Fraktionsarbeitskreises Soziales und Gesundheit. Als solche gehörte ich dem Fraktionsvorstand an. Ich arbeitete in den parlamentarischen Ausschüssen Soziales/Gesundheit, Wirtschaft/Technologie, Stadtentwicklung und dem Hauptausschuss.
Bei den Abgeordnetenhauswahlen im September 2006 wurde ich als Direktkandidatin wiedergewählt. Ich war in meiner zweiten LegislaturperiodeIch als sozialpolitische Sprecherin und Vorsitzende des Fraktionsarbeitskreises Integration, Arbeit und Soziales bestätigt und gehörte wieder dem Fraktionsvorstand an und war Mitglied in den parlamentarischen Ausschüssen Integration/Arbeit/Soziales und Bau/Wohnen, da ich das Problem steigender Mieten und einer beginnenden Verdrängung breiter Bevölkerungsgruppen aus der Innenstadt auch als Herausforderung an die Sozialpolitik ansehe.
Ich habe zum dritten Mal ein Direktmandat bei den Abgeordnetenhauswahlen am 18.09.2011 errungen. Meine politischen Schwerpunkte sind weiterhin Sozial-, Integration- und Mietenpolitik. Ich bin erneut als Sprecherin für Soziales- und Seniorenpolitik von meiner Fraktion bestätigt worden. Seit Dezember 2011 bin ich stellvertretende Fraktionsvorsitzende und damit weiterhin Mitglied des Vorstandes und Mitglied im Ältestenrat des Abgeordnetenhauses von Berlin. Ich bin Mitglied in den Ausschüssen Gesundheit/Soziales und Bau/Wohnen/Verkehr.
Parteiintern habe ich von Mai 2004 bis April 2012 als Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt Berlin diese als Mitglied im Landesvorstand der Berliner SPD vertreten. Auch habe ich diese ca die letzten zwei Jahre in der Projektgruppe Migration des SPD-Bundesvorstandes vertreten.
Mitglied bin ich unter anderem in der AWO-Arbeiterwohlfahrt, dem TSD Berlin e.V., dem Förderverein der Nehring-Grundschule und gehöre als schulfremde Person dort der Schulkonferenz an. Ich bin Mitglied in dem gemeinnützigem Verein interkulturelles Nachbarschaftszentrum Divan e.V., den ich initiiert und mitgegründet habe.
Meine Freizeit
Ich tanze gerne. Mein Ehemann leider überhaupt nicht. Auch liebe ich ausführliche Treffen im großen Freundes- und Verwandtschaftskreis. Allerdings bedarf es mitunter einiger Überredungskunst, da mein Ehemann einen anderen Familienbegriff hat und manche meiner Verwandtschaftsverhältnisse als nur unweit entfernt zu Adam und Eva bezeichnet. Ansonsten koche und backe ich gerne und mag es, Biographien zu lesen. Zuletzt habe ich die Ernst Busch Biographie von Jochen Voit gelesen. Ich sehe gerne gute und interessante Filme, allerdings nicht im Fernsehen - wir haben keines - sondern im Kino.