Geschafft! Der Ausbau des Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende kommt

Schwesig alleinerziehende Radziwill Charlottenburg-Wilmersdorf

Ab Juli 2017 soll der Unterhaltsvorschuss bis 18 Jahre und ohne Zeitbegrenzung gezahlt werden. Bund und Länder haben einen Kompromiss gefunden. Das ist gut für Berlin und für Charlottenburg-Wilmersdorf.

Bisher mussten Alleinerziehende für ihre Kinder ab 12 Jahren säumigen Unterhalt selbst eintreiben. Für ihre Kinder unter 12 Jahren zahlte der Staat Vorschuss, allerdings nur sechs Jahre lang. Drei von vier Alleinerziehenden sind von Unterhaltsausfall betroffen. Und das ist ein großes Armutsrisiko. Nun zahlt der Staat endlich bis zum 18. Lebensjahr und ohne zeitliche Begrenzung bei Unterhaltsausfall. Wegbereiterin des Ausbaus ist Familienministerin Schwesig, was auch der Verband Alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) in ihrer Pressemitteilung zum Ausbau klarstellt:„Unser besonderer Dank richtet sich an Familienministerin Schwesig, die sich unermüdlich für den längst überfälligen Ausbau des Unterhaltsvorschusses eingesetzt hat.“

Ausbau ist gut für Familien in unserem Bezirk

Berlin ist Zentrum der Kinderarmut. Ein Grund dafür ist, dass Berlin Hauptstadt der Alleinerziehenden ist. Jedes dritte Kind wird von einem alleinerziehenden Elternteil großgezogen – in 90% der Fälle von Frauen. In Charlottenburg-Wilmersdorf sind 40% der Familien alleinerziehend. Alleinerziehend zu sein ist Armutsrisiko. Fast die Hälfte der Alleinerziehenden bezieht Hartz 4. Das können wir uns als Gesellschaft nicht leisten, denn Kinder zu kriegen darf kein Armutsrisiko sein. Als SPD wollen wir Armut verhindern und Teilhabe fördern.

Frauen weiter aus der Armutsfalle holen

Armut ist in unserer Gesellschaft zu oft weiblich. Das möchte ich ändern und darüber müssen wir ins Gespräch kommen. Mein Kiez-Büro ist ein Ort des Dialogs. Hier habe ich regelmäßig Veranstaltungen zur Gleichstellung, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder auch zur Situation Alleinerziehender durchgeführt. Am 8. März ist es wieder soweit. Der Weltfrauentag steht vor der Tür. Ich lade zum Empfang bei spannenden Rednerinnen in mein Kiez-Büro von 19 bis 21 Uhr ein. Alle sind herzlich eingeladen.