

Die Deutsche Post soll das Netz der eigenen Filialen, die alle Postdienstleistungen aus einer Hand anbieten, wieder ausweiten und keine weiteren Filialen schließen. "Die Berlinerinnen und Berlinern wollen, dass die Deutsche Post wieder ihrer Aufgabe als Dienstleister nachkommt".
Die Deutsche Post setzt derzeit den negativen Trend des Outsourcing und der Schließung von Postämtern weiter fort. So wird jetzt die Filiale am Spandauer Damm am 1. Oktober 2011 geschlossen. "Die Folgen dieser Unternehmenspolitik sind gravierend: Weite Wege, unqualifizierte Auskünfte, nur noch ein halbes Leistungsangebot, Filialsuche und Schlange stehen - damit müssen sich Berliner Postkunden und Postkundinnen täglich auseinandersetzen. Betroffen davon sind insbesondere ältere, behinderte oder kranke Menschen und Personen ohne Internet. Aber auch die „normalen Durchschnittskunden“ in Berlin sind unzufrieden und verärgert. Sie vermissen das Vertrauen, die Diskretion und die Verlässlichkeit, die ihre angestammten Postfilialen ihnen früher geboten haben etwas,
das die neuen Verkaufspunkte nicht leisten können. Ein Einzelhandelsgeschäft ist eben kein Postamt."
Für die SPD ist das alles unakzeptabel. "Bei Einrichtungen der Daseinsvorsorge wie der Post müssen die Menschen und nicht die Konzerngewinne im Vordergrund stehen. Auch die Bundesregierung darf nicht weiter tatenlos zusehen. Der Bund hält über die staatliche Förderbank KfW rund 30 Prozent an
der Deutschen Post.“