Der 19. Dezember 2017: Ein Tag der Trauer, ein Tag gegen das Vergessen

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Der 19. Dezember ist kein Tag wie jeder andere. Zu tief traurig hat uns letztes Jahr die Nachricht gemacht, dass durch einen feigen, hasserfüllten Terrorakt 12 Menschen aus dem Leben gerissen, viele weitere schwer verletzt und traumatisiert wurden und Angehörige ihre Liebsten für immer verloren hatten. Mitten im Herzen unseres Berlins und unseres Bezirks. 

Am 1. Jahrestag wollen wir deshalb der Opfer, Geschädigten und Hinterbliebenen gedenken und an ihrer Seite stehen. Dazu wird es einen Gedenkgottesdienst, die Einweihung des Gedenkzeichens sowie einen Empfang mit Angehörigen geben. An allen Terminen werde ich teilnehmen. 

Leider haben Hinterbliebene und Geschädigte den Staat nicht nur als Partner erlebt, der in so einer dunklen Stunde an ihrer Seite stand. Nicht zuletzt der Opferbeauftragte Kurt Beck hat das nochmal angemahnt. Politik muss lernen, damit sich solche Fehler nicht wiederholen. Die Empfehlungen von Kurt Beck will unser Justizminister Heiko Maas so gut es geht umsetzen. Aber auch auf Landesebene möchte ich mich dem Thema zuwenden. So werde ich im Februar 2018 mich mit dem Berliner Opferbeauftragten Roland Weber austauschen und beraten.

Für ein friedliches Miteinander

Das Gedenkzeichen, das am 19. Dezember eingeweiht wird, trägt die Inschrift: „Zur Erinnerung an die Opfer des Terroranschlags am 19. Dezember 2016. Für ein friedliches Miteinander aller Menschen.“ Darauf folgen erstmals alle Namen der Menschen, die in dieser Nacht gestorben sind. Die Inschrift wurde mit den Angehörigen durch Persönlichkeiten wie Andreas Nachama (Topografie des Terrors), Kaspar Nürnberg (Aktives Museum) und Martin Germer (Pfarrer Gedächtniskirche) abgestimmt. Ich finde die Inschrift gut getroffen. Denn eins dürfen Terroristen wie Anis Amri nicht auch noch erreichen: nämlich, dass sie unsere Gesellschaft spalten.