Trauer über den Tod von Helmut Löllhöffel

Mit großer Trauer und Betroffenheit habe ich die Nachricht des Todes von Helmut Lölhöffel aufgenommen. Der Journalist, Stolpersteinaktivist, Genosse und ehem. Senatssprecher ist leider im Alter von 74 Jahren an einer heimtückischen Nervenkrankheit gestorben.

Helmut Löllhöffel hat als Journalist u.a. für die Süddeutsche Zeitung gearbeitet und sich einen Namen gemacht. Er fühlte sich stets den 68ern verbunden, war selbst einer von ihnen, und kritisierte zeitlebens die herrschenden Verhältnisse. Früh engagierte er sich gegen Rechtsextremismus, als viele in unserer Republik die rechtsextremen Umtriebe und Netzwerke noch ignorierten oder blind dafür waren. 20 Jahre fungierte er als Herausgeber des Informationsdienstes „Blick nach rechts“ (bnr).

Mit sehr viel Kraft und Engagement übte er das Ehrenamt als Stolpersteinkoordinator in Charlottenburg-Wilmersdorf aus. Rund 3.000 Stolpersteine half er mit zu verlegen. Von dieser Arbeit her haben viele Menschen aus Berlin und unserem Bezirk ihn kennen und schätzen gelernt.

Mir wird Helmut sehr fehlen. Ich habe viel von ihm gelernt, seine kritische Reflexion über die Sozialdemokratie sehr geschätzt und viele gute Ratschläge von ihm erhalten. Mein politisches Denken und Handeln ist auch von ihm mitgeprägt worden. Mein tiefes Beileid gilt seinen Angehörigen. Er wird fehlen.

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Eine seiner Reden für die Verlegung von Stolpersteinen können Sie hier exemplarisch nachlesen: https://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/bayerisches-viertel/helmut-l…